Meine Interpretation vom agile Manifesto

Unsere wunderschöne Lego-City aus dem Kickoff-Seminar zum Modul agile Entwicklungsmethoden

Das Original „Manifest für Agile Softwareentwicklung“ von 2001 gibt es hier zu lesen: http://agilemanifesto.org/iso/de/manifesto.html

Meine höchst philosophische Interpretation:

Die Entwicklung von Software ist anspruchsvoll, komplex und geprägt von Veränderungen und Anpassungen.

Eine Kultur der Gemeinschaftlichkeit und dem Streben nach neuem Wissen ohne Angst vor Experimenten fordert und fördert das Beste aller Beteiligten.

Erfahrung und Traditionen sind hohe Güter, die regelmäßig zu hinterfragen und überprüfen sind.

Die agile Softwareentwicklung dient dem Wohle aller und ist persönlich und gemeinschaftlich, erfolgsorientiert und nachhaltig sowie flexibel und strukturiert.

Julian Wittorf

Mal gucken, ob ich nach den zwei Wochen Semesterprojekt immer noch so denke ;-) Ich wollte gar nicht „so viel“ schreiben aber irgendwie passiert das dann doch immer …

Hintergrund: Studium

Im vierten Semester steht für meinen alten und neuen Studiengang Informationstechnologie bzw. Medieningenieur/in das Modul „Agile Entwicklungsmethoden“ auf dem Plan.

Normalerweise gibt es einen Workshop direkt vor der ersten Vorlesungswoche um mit Scrum, Git und Jira warm zu werden. Da die Präsenz bei Scrum eine wichtige Rolle spielt, wird dafür sonst ein Tag in jeder Woche des Semesters „geblockt“. Wir durchlaufen die Sprints dann im Verlauf des Semesters.

Anstatt die Arbeit über das Semester mit einem Tag pro Woche zu stückeln, knüppeln wir das Projekt in zwei Wochen durch. Ich persönlich finde das besser. So beschäftigen einen nicht die anderen Module, man kann sich voll drauf konzentrieren und muss sich nicht immer neu „eindenken“. Die Sprints sind immer knapp 3 Tage lang und daher auch irgendwie eine spezielle Herausforderung.

Das Projekt und der Bericht

Glücklicherweise schreiben wir keine Klausur. Ich mache viel lieber Projekte oder arbeite etwas aus anstatt alles von ein paar Stunden und etwas Tagesform abhängig zu machen.

Alle Studierenden fertigen zur Benotung einen eigenen Projektbericht parallel zum Semesterprojekt an, dieser enhält:

  1. Einleitung zu Scrum,
  2. Hauptteil mit Zwischenstand,
  3. Schluss mit Fazit der eigenen Erfahrungen.

Der erste Teil sollten die Grundlagen von Scrum mit den Rollen und Artefakten beschrieben werden. Außerdem war eine Zusammenfassung des „agile Manifesto“ gefordert. Ich dachte das könnte doch interessant sein zu teilen.

Im Hauptteil stellen wir das eigene Projekt samt Produktvision kurz vor und beschrieben das eigene praktische Vorgehen mit Scrum-Elementen etc.. Das passiert während der Sprints und muss Anfang der zweiten Woche abgegeben werden. Es ist relativ sportlich aber dafür haben wir ja quasi das Semester über eine relativ ruhige Kugel geschoben.

Wir haben uns zu acht für ein „digitales Klassenzimmer“ entschieden, web-basiert und vermutlich mit PHP. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf die Arbeit mit dem Team. Die Idee ist nicht wahnsinnig innovativ aber das ist ja auch gar nicht der Anspruch.

Nach dem Block haben wir dann noch eine Woche um das eigene Fazit mit Best Practices, eigener Teambewertung und -Entwicklung sowie Vergleich zwischen Theorie und Praxis zu ziehen.


Das erst mal als kleines Lebenszeichen von mir, die Idee „Scrum Lego City“ aus dem Bild stammt übrigens von „agile42“. Das haben wir tatsächlich gebaut. Es war eine schöne Möglichkeit Scrum praktisch anzuwenden.

So wurden wir schon schon früh mit möglichen Probleme und Situationen konfrontiert. Dadurch starten im August nicht direkt im kalten Wasser und haben schon mal ein Gefühl dafür bekommen.

Über jwittorf

Mediengestalter seit 2012, Student (Informationstechnologie bis 3. Semester, ab 2020 Medieningenieur), beruflich viel mit Webentwicklung und CMS wie TYPO3, WordPress & WooCommerce und Magento, halbwegs sportlich und selten auf allen Ebenen satt zu kriegen.

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